Kulturhof Digital

Bald monatlich hier zu sehen:
»WALK & TALK mit Achim Konejung«

VON DEN BERGEN IN DIE BÖRDE

Kulturhistorische Wanderungen von der Eifeler Wasserscheide in die Rheinische Bucht. Mit Moderator Achim Konejung und Begleitern.

Eine Produktion von Kulturhof Velbrück Digital in Zusammenarbeit mit der Konejung Stiftung Kultur.

Die Eifeler Wasserscheide trennt seit Millionen Jahren die abfließenden Wasser in Richtung Mosel, Rhein und Maas und ist das Herz der charakteristischen Eifellandschaft mit Hochflächen, die von tiefen Tälern durchschnitten sind.

Seit der menschlichen Siedlungsgeschichte ist sie eine politische, sprachliche und kulturelle Grenze. Sie trennte das römische Untergermanien von Obergermanien, Kurköln von Kurtrier, den niederfränkischen Sprachraum vom Moselfränkischen und ist heute die Landesgrenze zwischen NRW und Rheinland-Pfalz.

In der ersten Staffel wandert der Autor und Satiriker Achim Konejung (“Eifeler Unterwelten”, “You Enter Germany”) die Fluss- und Bachläufe entlang, die sich nach Norden in die Erft entwässern, die wiederum bei Neuss in den Rhein mündet: Swist, Steinbach, Erft, Veybach, Rotbach, Vlattener Bach, Neffelbach.

Mit dabei sind der Journalist Dr. David Eisermann, der Historiker Hans-Gerd Dick und KünstlerInnen, die an den Gestaden leben, wie z.B. die Autorin Regine Brühl (“Fachwerkmord”) aus Bad Münstereifel und der Keldenicher Autor Norbert Scheuer (“Winterbienen”, “Kall, Eifel”). An neuralgischen Punkten stehen Interviewpartner z.B. aus den Bereichen Archäologie, Forst- und Landwirtschaft und Klimawandel zur Verfügung.

Die Wanderungen führen entlang der Wasserläufe zu historischen Orten, wie zum Beispiel den Resten der römischen Wasserleitungen, dem römischen Straßensystem, mittelalterlichen Motten, Burgen und Mühlen. Sie führen zu Spuren der jüngeren Geschichte wie dem Braunkohle-Abbau bei Zülpich, den Relikten des Zweiten Weltkriegs und des Kalten Krieges (Westwall- und Nato-Bunker, Standort Nörvenich) und den Folgen des Raubbaus, der Flächenversiegelung und des Klimawandels anhand zerstörter Wälder und den Folgen der Jahrhundertflut.

Aber auch mystische und mythische Orte kommen in den Fokus, wie zum Beispiel die zahlreichen Matronentempel und keltischen Heiligtümer in der Voreifel. Und schließlich wagt sich das Team an die großen Fragen, die bis heute die Region bewegen: War Cäsar in der Nordeifel und belagerte hier die Eburonen? Schlug Chlodwig die Alemannen tatsächlich 496 bei Zülpich-Langendorf auf der Heide? Und schließlich: Lebten die Nibelungen am Neffelbach, der ihnen, den Niflungen aus der Thidreckssaga, den Namen gab?

Spannende Fragen, auf die es definitiv eine Antwort geben wird!

Quelle: WOCHENSPIEGEL Euskirchen, 27. April 2022

Kulturhof Velbrück DIGITAL

Der Kulturhof Velbrück macht sich an die Arbeit: Ab dem 1.5.2022 können wir im Rahmen eines Leader-Förderprojekts (Laufzeit 16 Monate) unsere Kulturarbeit intensivieren. Worum geht es? Was haben wir vor?

Digitale Kommunikationsformen gibt es seit längerem, aber in der Pandemie war sie nicht nur möglich, sondern bitternötig. Corona hat das Kulturleben in den letzten zwei Jahren in vielen Bereichen lahmgelegt. Das war für den Kulturhof Velbrück der Ausgangspunkt, um über digitale Kulturformate nachzudenken. Wir möchten die kulturelle Entwicklung mit entsprechenden digitalen Angeboten im ländlichen Raum der Zülpicher Börde intensivieren oder gar erst möglich machen.

Digitalformate bieten Chancen: das Publikum wird deutlich größer, überregionaler und diverser: ein kulturelles Netzwerk, das bewegt und sich bewegt, soll angesprochen werden. Durch die Einbindung kultureller auch medialer Netzwerke soll die Vernetzung mit weiteren kulturellen Playern vorangetrieben werden. Die Bekanntheit unserer Region, insbesondere die Zülpicher Börde soll steigen, damit auch die Motivation, den Ort & die Region zu erleben. Daraus möchte wir ein Leuchtturmprojekt machen. Ein niedrigschwelliges Angebot soll für kulturell interessierte Menschen jeglichen Alters und sozialen Hintergrundes erarbeitetet werden.

Bleiben Sie am Ball! Wir werden gerne über unsere Arbeit und Angebote, die jetzt entwickelt werden, informieren.